König Ludwig und seine Traumtänzer

 

Es war zu der Zeit, als die Standarttänze wieder auflebten. Man erfreute sich mit seinem Partner auf verschiedenen Rythmen und Musik zu bewegen.

In den Tanzpausen legten die Paare eine gesellige Runde ein. Sie erzählten sich Witze, lästerten über andere, schwatzten einfach nur Blödsinn, führten tiefsinnige und innige Gespräche oder tranken Ramazotti.

Daraus entstand eine Fröhlichkeit und Gelassenheit, daraus entstand RumbaCha die Traumtänzer.

 

Aus dieser Gruppe entwickelten sich einzelne Persönlichkeiten.

Schmiedchen Schleicher mit den elastischen Beinen tanzte mit seiner Frau Blondie übers Parkett und alle waren hin und weg, die anderen Paare ernannten ihn als Oberhaupt der Traumtänzer, als König Ludwig.

 

König Ludwig regierte und er brauchte auch ein Gefolge.

Der Krämermarktangestellte Sigi, der die Regale im Kaufmarkt auffüllte, wurde durch sein eifriges streben alles 100%ig zu machen, seine rechte Hand, Berater und Organisator.

Michael, der in sich kehrende, muss um seine Meinung bilden zu können, über alles erst einmal schlafen. Der stille Diener oder Beischläfer benannte, ist auch wenn er wach und putzmunter als Hofnarr zu bezeichnen.

 

Lexe, der mit Genuss dabei ist, beim Tanzen und beim Essen ist wegen seinen Fress-, Schlaf- und Schaffattaken zum Termienplaner benannt.

 

Evi, die Frau vom Krämermarktangestellten und  Margit, die Frau vom in sich kehrenden sind sehr wissbegierige, neugierige, tratschende, ratschende Frauen. Sie wurden als Botschafter ausgesannt, um alle Neuigkeiten, Ereignisse, Bedürfnisse und Wünsche zu sammeln um dieses am Runden Tisch ausdiskutieren zu können und eventuell an Film und Presse mitteilen zu können.

 

Blondie, die Frau von König Ludwig, die öfters Hosen trägt und die Finanzen unter sich hat, die wir aber nicht brauchen, unterstützt ihn, ihren Mann, bei seinen Entscheidungen, daß er auch ja nichts falsches sagt, gewissenhaft und tatkräftig. Als Gastgeberin an der Seite von König Ludwig wurden wir immer reichlich und großzügig bewirtet, dafür recht herzlichen Dank.

 

Mitte diesen Jahres mußten wir auf ein Paar leider verzichten. Ungern, aber auch mit gutem Gewissen, daß sie wieder kommen, denn sie sorgten für Tanznachwuchs. Es ist ihnen gut gelungen, deswegen nehmen wir Jutta und Alwin mit offenen Armen wieder auf.

 

Geschrieben von Gerlinde, meine Wenigkeit.